Für die Ausstattung stiftet Unternehmer 20.000 Euro, die an Spenden zu seinem 75. Geburtstag zusammenkamen – Feierliche Übergabe: Nalbachs Bürgermeister Patrik Lauer lobt die technischen Möglichkeiten der neuen Jugendräume in Körprich. Die hervorragende Ausstattung verdankt die Gemeinde einer großen Spende des Geschäftsmanns Ernst Braun.Fachliche Anleitung gesichert
Körprich. Eigentlich sind es die Geburtstagskinder, die Geschenke bekommen. Doch Ernst Braun drehte zu seinem 75. den Spieß um. Der Körpricher Unternehmer bat Geschäftsfreunde, statt Präsente für ihn Geld für die künftigen Jugendräume im Ort zu geben. „Als Herr Braun anrief und sagte, er stocke den Betrag auf, dachte ich an 5.000 Euro, vielleicht 10.000“, berichtete Nalbachs Bürgermeister Patrik Lauer am Dienstag bei der Übergabe. Was dann kam, habe ihn sprachlos gemacht: 20.000 Euro, damit könne die Gemeinde das komplette Inventar der Jugendräume finanzieren. Diese bekommen 50 Quadratmeter als Gruppenraum im ersten Stock des Clubheims vom SV Borussia Körprich, mit Internetcafé und Möglichkeiten zu Freizeitaktivitäten. Weitere 25 Quadratmeter hat das künftige Umweltlabor. Dazu kommen Küchenzeile und Stellflächen. „Das alles können wir durch die großzügige Spende nun ausstatten“, sagte Lauer.
Fachliche Anleitung gesichert
„Wir stellen da nicht einfach etwas hin und warten, ob es angenommen wird“, ergänzte Lisa Pfau von der Jugendpflege der Gemeinde. „Es gibt schon jetzt eine Gruppe, die sich da engagiert und regelmäßig trifft.“ Sechs moderne Mikroskope seien nun angeschafft, dazu gebe es Geräte für Beobachtung und Ortung. Die Forschungsprojekte liegen in der Primsaue – alles unter fachlicher Anleitung. „So etwas gibt es im ganzen Landkreis nicht“, meinte Lauer. Deshalb werde das neue Umweltlabor auch anderen Gruppen ab Anfang 2009 angeboten. Mit drei Terminen pro Woche soll es losgehen, auch abends, später könne das ausgeweitet werden. „Der Treffpunkt von Jugendlichen war bislang bei uns“, sagte Ernst Braun. „Auf unserem Firmengelände von Braun und Schirm. Aber das ist nicht ganz ungefährlich.“ Hauptgrund seiner Spende war aber seine eigenen früheren Tätigkeiten in der Jugendarbeit in Dillingen.
Quelle: Saarbrücker Zeitung 23.10.2008